Tummelhöhle
Tummelhöhle

Spielmöglichkeiten und Bildungsbereiche

Kunterbunt und vielseitig...

Nachfolgend gibt es einen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten in der Tummelhöhle. Die genannten Bildungsbereiche beinhalten unter anderem die im Kinderbildungsgesetz NRW (KiBiz) vorgegebenen. 

 



Spiel und Gestalten

Sei es mit Naturmaterialien wie Steinen, Stöcken, Wasser und Sand, mit Knete, mit verschiedenen Bausteinarten, mit Pappkartons, im Rollenspiel mit Verkleidungskiste oder auch einfach mit der eigenen Stimme und Sprache – überall und immer ist die Gelegenheit, seiner Phantasie freien Lauf zu lassen, Ideen zu entwickeln und in die Tat umzusetzen.

In der Tummelhöhle ist Kreativität Programm. Die Kinder können sich selbst ausprobieren und verwirklichen. So entwickeln sie erst Selbstwirksamkeit, dann ein positives Selbstbewusstsein. Ihre natürliche Neugierde und ihr Forscherdrang werden befriedigt und eine ganzheitliche Entwicklung wird angebahnt. 

 

 

Musik

Yehudi Menuhin sagte: „Singen ist die eigentliche Muttersprache des Menschen"! In meinem Leben und speziell in meinem pädagogischen Alltag bekundet sich dies täglich. Singen und Musizieren nehmen hier einen großen Raum ein.

Ein Begrüßungslied, das Zahnputz- oder Waschlied bei der Körperpflege, das Lied vor dem Einschlafen und Lieder zu allen möglichen Begebenheiten - begleitet von Bewegungen und/oder (Körper-)Instrumenten - fördern das Miteinander, ermöglichen den Ausdruck verschiedenster Emotionen, trainieren das auditive System, das Rhythmusgefühl und die Sprachentwicklung ...und machen einfach große Freude!

 

 

Bewegung

Kriechen, Robben, Rollen, Laufen, Springen, Klettern, Greifen, Recken, Beugen, mit  Materialien und Werkzeugen umgehen - Bewegungen jeder Art gehören selbstverständlich zum Alltag. Ich wertschätze und fördere sie in eben der Form, die das einzelne Kind anbahnt oder schon beherrscht. Dazu gibt es in der Tummelhöhle einen festen Turntag. Montags trainieren wir gezielt Grob- und Feinmotorik, Körperwahrnehmung, Körperbewusstsein, die Körpersysteme, aber auch das Sozialverhalten beispielsweise im Hinblick auf einander helfen oder sich helfen lassen. Mal wird gemeinsam eine Bewegungsbaustelle autgebaut, mal gibt es einen Turntag mit einem Materialmotto wie Kartons, Bälle o.ä.. Immer geht es darum, sich motorisch individuell auszuprobieren und zu entwickeln.

 

 

Ernährung und Hygiene

Ernährung und Hygiene sind zwei wichtige Säulen, wenn es darum geht, den Menschen gesund und leistungsfähig zu machen bzw. zu erhalten. Je früher Kinder an ein positives Ernährungs- und Hygieneverhalten herangeführt werden, umso selbstverständlicher ist es später.

Aus diesem Grund gibt es in der Tummelhöhle nicht nur täglich frisch zubereitete, ausgewogene und kindgerechte Mahlzeiten und frei zugängliche Getränke, sondern es ist mir ein Anliegen, die Kinder altersgemäß bei der Zubereitung zu beteiligen. Also Hände waschen und los geht es: Salat rupfen, Brotteig kneten, Milchshake mixen etc.. Selbst zubereitet schmeckt es dann noch mal so gut.

Gewickelt wird nach individuellem Bedarf. Und natürlich ist auch das Töpfchen bzw. die Toilette im entsprechenden Alter ein Thema. Hier wird niemand gezwungen, aber gerne animiert. 

 

 

Sprache

Kommunikation wie Interaktion sind einer sozialen Welt von immenser Bedeutung. Selbstverständlich und alltäglich werden daher in der Tummelhöhle der Spracherwerb und die Sprachentwicklung gefördert. So können die Kinder zunehmend ihre Empfindungen, Gedanken und Bedürfnisse verbalisieren; mit anderen lautsprachlich in Kontakt treten; sie haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich die Welt über ein Begriffssystem zu erschließen. Neben den Gesprächen miteinander, dem Singen und mundmotorischen Übungen spielt hier das Betrachten von Bilderbüchern eine herausragende Rolle. Andere Familiensprachen als Deutsch werden von mir wertgeschätzt und nach Möglichkeit durch entsprechende Lieder oder Bücher berücksichtigt. 

Neben der Lautsprache nutze ich Gebärden sowohl der sogenannten Babyzeichensprache sowie der Kindergebärdensprache. Beides beherrsche ich grundlegend und lerne fortlaufend weiter.

 

 

Natürliche und kulturelle Umwelt

Die Natur ist ein reichhaltiger Erlebnisraum, der die Möglichkeit für Sinneserfahrungen jeglicher Art birgt. Man kann den Wind spüren, Vogelgezwitscher hören, Blütendüfte riechen, Gras, Moos und Steine ertasten, Schnee schmecken... All diese anregenden Eindrücke fördern und schulen die Sinne und damit die kognitive Entwicklung und haben - wenn nötig - eine ausgleichende Wirkung auf das Gemüt. Deshalb gehen wir in entsprechender Kleidung täglich raus in unseren Garten.

Darüber hinaus erkunden wir auch die kulturelle Umwelt. Lebenspraktische Fähigkeiten können so beispielsweise beim Einkaufen im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt oder Bewegen im Straßenverkehr erworben werden. 

Die individuelle Entwicklung eines jeden Kindes in allen Bildungsbereichen beobachte und dokumentiere ich kontinuierlich und umfassend unter Nutzung professioneller Verfahrensweisen. Die persönliche Entwicklungs- und Bildungsdokumentation, die sich daraus ergibt, lässt fundierte Einschätzungen und Aussagen über den Entwicklungsstand sowie über aktuelle Entwicklungsthemen und -aufgaben zu. Mein Blick ist dabei ressourcenorientiert. Die gesammelten Informationen dienen mir einerseits als Grundlage für die regelmäßig stattfindenden Entwicklungsgespräche mit Eltern. Andrerseits sammele ich sie auszugsweise und kindgerecht aufbereitet in einem Portfolioordner für jedes Kind. Der Ordner ist Eigentum des Kindes. Während der Betreuung ist dieser dem Kind zugänglich. 

Zum Ende der Betreuungszeit wird das Portfolio dem Kind und seinen Eltern übergeben.

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© Anja Sieg-Sperlich