Tummelhöhle
Tummelhöhle

Tummeltiere - eine vielfältige Gemeinschaft

Tummelbär, Tummelhase, Tummelschwein, Tummelmaus und Tummelhund... das sind die fünf Tummeltiere und die "Maskottchen" der Tummelhöhle.

Unübersehbar, oder? Schließlich tauchen sie überall auf, wo es um die Tummelhöhle geht. Tummeltiere - fünf ganz unterschiedliche Wesen, die selbstverständlich  zusammen gehören.

 

Ebenso, wie meine Tageskinder: Jedes ist eine eigene kleine Persönlichkeit mit einem eigenen Temperament, eigenen Vorlieben und Abneigungen, eigenen Stärken und Schwächen. In der Tummelhöhle wird aus diesen Persönlichkeiten eine bunte Mischung, die (zumindest für einen Teil des Tages) zusammen gehört. Fünf Kinder, die zusammen Dinge erleben, Spannendes entdecken, gemeinsam spielen, lachen und Spaß haben oder auch mal weinen und sich gegenseitig trösten. Eine verschworene Gemeinschaft, wie die Tummeltiere. ;o)

 

Manchmal tauchen Bär, Hase, Schwein, Maus und Hund aber auch einzeln auf.

Auf dem Platzdeckchen am Tisch, an der Wickelkommode, auf den Kisten im Regal... hier sind sie Erkennungszeichen für das Eigentum eines Kindes.

Jedes Kind bekommt zum Start in der Tummelhöhle ein Tummeltier zugeordnet. All die Dinge, auf denen sein Tier ist, sind nun ausschließlich für dieses Tageskind.

Wir sind nämlich eine verschworene Gemeinschaft, aber eine, in der  jeder einen eigenen, unbestrittenen Platz hat! 

Inklusion

Die Vielfalt der Tummelhöhle ist ein Profil, das ich als sehr wertvoll empfinde. Ich bin schon immer ziemlich neugierig auf all die persönlichen Facetten meiner Mitmenschen. Ich finde sie spannend und bereichernd. Interessierte Offenheit und  positive Zugewandtheit gehören zu mir wie meine Lebensfreude und mein Optimismus. Man könnte sagen, dass ich das, was man heutzutage Inklusion nennt, selbstverständlich lebe. Selbstverständlich heißt allerdings nicht unbedacht, sondern durchaus reflektiert. Gerade durch die Qualifizierung zur Fachkraft für Inklusion habe ich mein Verständnis 2022 intensiv durchdacht und professionalisiert. Meine Überzeugung:

 

Wir alle sind einzigartig und unverwechselbar. 

Wir alle bedürfen insofern einer individuellen Beachtung und Behandlung.

Wir alle sind darin gleich und gleichberechtigt.

 

Für meine Arbeit bedeutet dies konkret:

  • dass ich Verschiedensein als Normalität betrachte
  • dass ich allen Kindern und Familien grundsätzlich gleichberechtigten Zugang zur Tummelhöhle ermögliche unabhängig von Unterschieden hinsichtlich Herkunft, Religion, Geschlecht, sozialökonomischer Lage, besonderer Talente oder Einschränkungen und weiterer Merkmale
  • dass ich die Betreuung so gestalte, dass alle nach ihren Möglichkeiten teilhaben können und dass ich sozialem Ausschluss aktiv entgegenwirke
  • dass ich die Vielfalt der Gruppe thematisiere und Raum für die Einzigartigkeit jedes einzelnen biete
  • dass ich Unterschiedlichkeiten wahrnehme und beachte
  • dass ich ein Bewusstsein für die Bereicherung durch Unterschiede anrege
  • dass Etikettierung, Ausgrenzung und Diskriminierung bei mir keinen Platz haben
  • dass ich mit Kindern und Erwachsenen über Ungerechtigkeiten und Vorurteile spreche, dafür sensibilisiere und eine kritische Auseinandersetzung damit anrege
  • dass ich die Ausstattung der Tummelhöhle kritisch auf Barrieren hin überprüfe und diese ggf. abbaue
  • dass ich mich um eine barrierefreie Kommunikation bemühe
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© Anja Sieg-Sperlich